Stallbau

Mit rund 2/3 aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist die Haltung von Nutztieren ein zentrales wirtschaftliches Standbein. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft fordert von seinen beteiligten Personen einen nahtlosen Anschluss an den technischen Fortschritt, an kapitalintensive Betriebsinvestitionen und dem daraus resultierenden Produktionswachstum. Diese Entwicklung macht ebenso nicht vor den Ställen, in denen Nutztiere vornehmlich gehalten werden, Halt.

Jede Tierart stellt unterschiedliche Anforderungen an die Art und Weise des Stalls, welche sich im Laufe der Zeit in verschiedenen Stallbausystemen wiederfinden. Es gibt nicht nur eine Art von Rinder- oder Schweineställen, sondern eine Vielzahl von Stallbautypen. Nicht jedes Modell passt in jeden Stall und zu jedem*jeder Tierhalter*in. Ausschlaggebend dafür sind Investitions-, Haltungs- und Vermarktungskosten. Individualität ist gefragt, denn jeder Betrieb ist anders.

Eines verbinden allerdings alle Ställe: Sie haben zukünftig mehr denn je die Aufgabe, Fragen nach Umwelt- und Klimaschutz und nach Tierwohl neu zu beantworten, die fortwährend vor den Augen der Verbraucher*innen kritisch diskutiert werden. Innovative Stallhaltungskonzepte sind für eine zukunftsfähige Tierhaltung in Deutschland auf allen Produktionsstufen unabdingbar, denn sie adressieren sowohl Stallbauer*innen, Landwirt*innen, Konsument*innen, Wissenschaftler*innen und Stakeholder der Wertschöpfungskette Fleisch.