Der Grill ist heiß, das Steak liegt bereit und eigentlich soll es ein perfekter Sommerabend werden. Doch genau hier beginnt oft die Herausforderung: Außen ist das Fleisch schon dunkel, innen aber noch roh – oder das Steak wird trocken, obwohl man eigentlich nur „kurz angrillen“ wollte. Viele kennen das Gefühl, wenn das Ergebnis am Ende eher enttäuscht als begeistert.
Dabei muss Steak richtig grillen gar nicht kompliziert sein. Mit dem passenden Wissen über Fleischzuschnitte, Temperaturen und Garstufen gelingt auch zu Hause ein Steak, das außen eine aromatische Kruste hat und innen saftig bleibt. Denn egal ob klassisches Rumpsteak, kräftiges Rib Eye oder beeindruckendes Tomahawk Steak – jede Sorte bringt ihre eigenen Besonderheiten mit.
Tipps für ein perfektes Rindersteak grillen
Ein saftig gegrilltes Steak gelingt nur mit der richtigen Vorbereitung und Technik. Hierbei wählt man hochwertiges, gut abgehangenes Rindfleisch – durchzogen mit Marmorierung – und schneidet das Steak möglichst dick (rund 2,5–3 cm) zu. Ein dünner Fettrand schützt das Fleisch beim Grillen vor dem Austrocknen. Das Steak wird etwa 30–60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen, damit es Raumtemperatur annehmen kann. Kurz vor dem Grillen großzügig salzen und mit Kräutern wie Rosmarin oder Salbei würzen – Neben dem feinen Geschmack bieten diese Kräuter beim Grillen auch einen gesundheitlichen Mehrwert. Dank ihrer reichhaltigen Antioxidantien fangen sie freie Radikale ab und sorgen dafür, dass das Fleisch beim Erhitzen seine hohe Qualität und Bekömmlichkeit behält. Zudem wird der Grill gut vorgeheizt: Bei Holzkohle ist er bereit, wenn die Kohlen mit einer feinen, grau-weißen Ascheschicht bedeckt sind.
Rumpsteak grillen
Das Rumpsteak wird aus der Mitte des Roastbeefs geschnitten und hat meist einen dünnen Fettrand. Dieser Fettrand schützt das Fleisch vor Austrocknen und kann vor dem Grillen leicht eingeschnitten werden. Seinen Namen verdankt das Rumpsteak der Kombination aus dem englischen Wort „Rump“ für Kruppe und „Steak“ für die Zubereitungsart.
Dieser Fettrand schützt das Fleisch vor Austrocknen und kann vor dem Grillen leicht eingeschnitten werden. Das Rumpsteak wird bei starker Hitze scharf angegrillt (z.B. 3–5 Minuten pro Seite für ein etwa 2 cm dickes Steak) scharf an. Anschließend zieht man es in den indirekten Bereich und gart es bis zur gewünschten Kerntemperatur. Ein Rumpsteak ist mitteldick, daher ist bei etwa 54–58 °C Kerntemperatur Medium erreicht.
T-Bone-Steak grillen

Das T-Bone-Steak vereint zwei Fleischstücke: Roastbeef (oder Rumpsteak) und Filet, getrennt durch einen charakteristischen T-förmigen Knochen. Es wird üblicherweise 3–4 cm dick geschnitten und wiegt rund 600–1000 g. Das Steak wird vor dem Grillen auf Zimmertemperatur gebracht und gewürzt. Zunächst grillt man das T-Bone-Steak scharf an: Man stellt es dafür erst aufrecht auf den Knochen beziehungsweise den Fettrand (vom Roastbeef) und brät die Fett- und Knochen-Seite jeweils 1–2 Minuten scharf an. Dadurch bleibt das magere Filet zart. Anschließend grilt man das T-Bone-Steak etwa 3 Minuten pro Seite über direkter Hitze. Zur Nachgarung zieht man es in den indirekten Bereich (etwa 100 °C), bis eine Kerntemperatur um ca. 54 °C erreicht ist. Vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte verteilen.
Rib Eye Steak grillen
Das Rib-Eye-Steak (Entrecôte) stammt aus der Hochrippe. Daher auch der Name, der übersetzt so viel wie „zwischen den Rippen“ bedeutet und ein charakteristisches Rückenstück des Rindes beschreibt. Es zeichnet sich außerdem durch einen ausgeprägten Fettkern und starke Marmorierung aus. Dadurch bleibt es beim Grillen besonders saftig. Das Rib-Eye wird zuerst direkt über hoher Hitze scharf angegrillt (ca. 3–5 Minuten pro Seite). Dann lässt man es indirekt weitergaren. Die übliche Dicke (4–6 cm) erlaubt eine recht kurze Garzeit. Bei rund 56 °C Kerntemperatur zieht man das Steak vom Grill, um einen rosa, saftigen Kern zu erhalten. Anschließend 5–10 Minuten ruhen lassen.
Tomahawk Steak grillen
Das Tomahawk-Steak ist ein dick geschnittenes Ribeye-Steak, bei dem der gesamte Rippenknochen am Fleisch belassen wird. Seine markante Form erinnert an die traditionelle Streitaxt der indigenen Völker Nordamerikas, was auch die Namensgebung erklärt. Dieses Teilstück wird aus dem vorderen Rücken des Rindes (der Hochrippe) geschnitten und weist meist ein Gewicht von über einem Kilogramm auf. Aufgrund dieser Dicke empfiehlt sich eine zweistufige Zubereitung: Man grillt das Steak auf einem ausreichend großen Grill (Gas oder Kohle) von beiden Seiten für wenige Minuten scharf an. Anschließend gart es bei indirekter Hitze langsam bis zum gewünschten Garpunkt nach.
Roastbeef grillen
Das Roastbeef stammt aus dem Hinterviertel des Rinds, genauer aus der äußeren Lendenmuskulatur. Da dieser Muskel wenig beansprucht wird, ist das Fleisch besonders zart und zählt nach dem Filet zu den hochwertigsten Fleischstücken. Aus dem Roastbeef werden unter anderem Rumpsteaks geschnitten, zusammen mit dem Filet bildet es außerdem T-Bone- und Porterhouse-Steaks.

Beim Grillen wird das Roastbeef zuerst bei direkter Hitze von etwa 220–230 °C von allen Seiten kurz scharf angegrillt, damit leckere Röstaromen entstehen. Danach gart man es bei indirekter Hitze und niedriger Temperatur von etwa 110–120 °C langsam weiter. So bleibt das Fleisch besonders saftig und zart.
FAQ
Wie grillt man ein Steak medium (rosa)?
Für einen Medium-Garpunkt bei einem Rindersteak muss man die Kerntemperatur messen: Etwa 54–58 °C ergeben ein rosa Steak.
Das Steak wird scharf angegrillt und anschließend dann zur Nachgarung in die indirekte Zone gezogen und ein Thermometer benutzt. Bei rund 2 °C vor der Zieltemperatur wird das Steak vom Grill genommen, sodass es mindestens 5–10 Minuten ruhen kann. In dieser Ruhephase steigt die Innentemperatur noch leicht an, und das Steak bleibt saftig.
Wie grille ich ein Rindersteak?
Allgemein gilt: Steak soll man kurz vor dem Grillen würzen und es bei starker Hitze angrillen, um eine schöne Kruste zu erhalten. Das Fleisch anschließend indirekt bis zur gewünschten Garstufe garen. Man vermeidet, das Steak unnötig lange hohen Temperaturen auszusetzen – längeres Braten und starkes Aufflammen erhöhen die Bildung unerwünschter Stoffe. Ein Fleischthermometer zu benutzen und den Grill abzudecken, wird empfohlen. Bei indirektem Garen braucht man das Steak kaum zu wenden, es gart gleichmäßig von allen Seiten.
Wie würze ich ein Steak richtig?
Für ein gutes Steak braucht man keine teuren Gewürzmischungen. Viele nutzen lediglich etwas Salz, um den reinen Fleischgeschmack nicht zu überdecken. Ein einfacher Standard ist die Kombination aus Salz und frisch gemahlenem Pfeffer. Wer zusätzliche Aromen mag, verfeinert das Fleisch beim Garen mit frischen Kräutern wie Rosmarin oder Thymian.
Quellenverzeichnis
schweizerfleisch.ch, Das richtige Fleisch zum Grillieren, Schweizer Fleisch (Stand 01.06.2026)
gutes-vom-hof.com, T-Bone-Steak, Gutes vom Hof (Stand 01.06.2026)
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schweizerfleisch.ch, Direktes und indirektes Grillieren, Schweizer Fleisch (Stand 01.06.2026)
kuehne.de, Kleines Lexikon der Fleischkunde, Carl Kühne KG (Stand 01.06.2026)
eat.de, Tomahawk Steak: die perfekte Kerntemperatur, eat.de / Louis (Stand 01.06.2026)
grillfuerst.de, Roastbeef grillen – Anleitung, Tipps & Kerntemperatur, Grillfürst Magazin (Stand 01.06.2026)
der-ludwig.de, Wie solltest du dein Steak würzen?, Metzgerei Der Ludwig (Stand 01.06.2026)