
Vechta, Januar 2026 – In Zusammenarbeit mit dem BRS (Bundesverband Rind und Schwein e.V.) startet LAND.SCHAFFT.WERTE. e.V. eine umfassende Aufklärungskampagne zur Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln aus der deutschen Landwirtschaft. Im Mittelpunkt steht die Botschaft: Ernährungssicherheit ist gewährleistet, aber nicht selbstverständlich – und die Vielfalt der Nahrungsmittel ist Dreh- und Angelpunkt.
Versorgungssicherheit: Gewährleistet, aber sensibel
„Die Ernährungssicherheit in Deutschland ist gewährleistet, aber sie ist nicht selbstverständlich“, betont die Kampagne. Deutschland verfüge zwar über alle Voraussetzungen, sich dauerhaft mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen. Doch die hohen Standards an Nachhaltigkeit, Tierwohl und Qualität müssen sensibel betrachtet und langfristig gepflegt werden.
Verbraucher als Schlüssel zur Ernährungssicherheit
Die gute Nachricht: Jeder kann mit seinem Kaufverhalten einen direkten Beitrag leisten. Wer regionale Produkte aktiv nachfragt, stärkt die heimische Landwirtschaft und Ernährungsbranche, trägt zum Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe bei und sichert langfristig die Versorgung. Ernährungssicherheit ist möglich, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam handeln.

Zukunft auf dem Teller: Warum die Ernährungssicherheit in Deutschland zukunftsorientierte Maßnahmen erfordert
Expertenstimmen und Social Media-Dialog
Im Rahmen der Kampagne kommen Fachleute zu Wort: Die Volkswirtin und Expertin für Agrarhandel Elgin Atakli ordnet im Interview die aktuellen Herausforderungen und Chancen der deutschen Landwirtschaft im internationalen Kontext ein. Atakli, die schwerpunktmäßig zu Handel mit Agrarprodukten und Milchwirtschaft arbeitet, bringt wichtige entwicklungsökonomische Perspektiven in die Diskussion ein. Einerseits betont sie, dass die starke deutsche Landwirtschaft hier zwar produziert, aber Vorprodukte wie Futtermittel und Dünger importiert. Zudem führt sie aus, dass Lebensmittel nicht nur regional erzeugt, sondern auch für Verbraucher bezahlbar sein müssen. Es geht als auch darum, das wirtschaftliche Faktoren den Zugang zu gesundem und vielfältigem Essen nicht limitieren dürfen, wenn wir Ernährungssicherheit ganzheitlich betrachten wollen.
Friedrich-Otto Ripke (NGW) und Stephan Schneider (BRS) fordern, dass Versorgungssicherheit ins Grundgesetz eingebracht werden soll und neben Tierschutz Relevanz erhalten soll. Würde dem gefolgt, müsste Versorgungssicherheit genauer definiert werden. Welche Aspekte sind damit gemeint? Geht es auch darum, dass Lebensmittel für eine ganzheitliche Ernährung zu sinnvollen Preisen verfügbar sind? Das wäre erstrebenswert, ist zunächst auch mit Markttransparenz zu unterstützen und mit Ernährungsbildung. Jederzeit sichere Lebensmittel zur Verfügung zu haben, die idealerweise aus einem sinnvollen regionalen Bezug stammen, ist ein Ziel, das Natur und Wirtschaftlichkeit gut vereinbart und somit jederzeit erstrebenswert ist.
Auf Social Media berichtet LAND.SCHAFFT.WERTE. e.V. gemeinsam mit Stephan Schneider vom BRS über praktische Einblicke aus der Rinder- und Schweineproduktion und gibt konkrete Impulse, wie Verbraucher und Unternehmen zur Versorgungssicherheit beitragen können.
Fazit: Am besten durch vielfältigen und bewussten Konsum, abwechslungsreiche Küche und regionale Produkte


