Warum Versorgungssicherheit ein Staatsziel werden sollte

Friedrich-Otto Ripke
Friedrich-Otto Ripke

Friedrich-Otto Ripke, Vorsitzender des NGW-Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband e.V., gibt in diesem Interview Einblicke in die aktuelle Versorgungssicherheit und die Zukunft der deutschen Geflügelwirtschaft. Mit langjähriger Erfahrung und einem klaren Blick auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen erläutert er, warum die heimische Produktion von Eiern und Geflügelfleisch zunehmend unter Druck gerät. Er zeigt auf, welche Risiken durch steigende Importabhängigkeit entstehen, welche Chancen regionale Wertschöpfung und moderne Tierhaltung bieten und weshalb eine starke heimische Landwirtschaft für Ernährungssicherheit und Krisenresilienz unverzichtbar bleibt.

Die Chancen sind groß, weil die Nachfrage ja kontinuierlich steigt. Unsere Produkte haben Vorteile: Geflügelfleisch und Eier sind gesund, sie sind nachhaltig, wir brauchen wenig Futter, wir sind in der CO2-Bilanz gut. Diese drei Faktoren werden uns die Zukunft sichern, wenn wir auf der Erzeugerseite auch die Tierhalter und die Betriebe sichern können. Aktuell gibt es Hofnachfolger, die überlegen, nicht weiterzumachen. Deshalb brauchen wir die Planungssicherheit, die ich schon angesprochen habe.
Wir wissen, dass Geflügel hier und weltweit weiter steigende Nachfrage erfahren wird. Es gibt Prognosen bis 2030, in denen geht es noch mal um weit mehr als 10 % Steigerung. Für die Verbraucher, diesen Aspekt möchte ich nicht vergessen, wird dabei die Preiswürdigkeit unserer Lebensmittel eine Rolle spielen. Die Inflation, die offensichtlich noch nicht zu Ende ist und gerade bei Lebensmitteln sehr stark gegriffen hat und weitergreift, führt zu preissensiblem Verbraucher-Verhalten. Hier ist die Geflügelwirtschaft mit ihren günstigen Verbraucherpreisen auch Inflationsgewinner. Das wäre ein vierter Zukunftsfaktor.

Herr Friedrich-Otto Ripke (NGW)

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