Nährstoffverwertung

Bei der Haltung von Nutztieren im Stall entstehen Nährstoffe durch Ausscheidung von Kot und Harn.
Diese werden als Mist (mit Stroh) oder als Gülle (Kot und Harn ohne Stroh) für die Weiterverarbeitung in der Landwirtschaft genutzt.

Mist und Gülle enthalten nämlich sehr wichtige Nährstoffe für unsere Nutzpflanzen auf dem Feld. Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K).

Zu Beginn der Pflanzenvegetation werden diese Nährstoffe als Wirtschaftsdünger auf die Felder ausgebracht.

Aufgrund einer eher zentralen Tierhaltungsstruktur in Deutschland, herrscht auch keine gleichmäßige Verteilung der natürlichen Nährstoffe aus Gülle und Mist. Hier kommen die Nährstoffverwertungsunternehmen ins Spiel. Diese Unternehmen kaufen den Landwirt*innen aus viehhaltungsintensiven Regionen diese ab und bringen sie zu Landwirten mit Nährstoffmangel.

Ein weiteres wichtiges Produkt aus der Gülle ist die Energie. Diese Energie wird in Biogasanlagen in Form von Methangas produziert. Gülle und Mist werden in den Biogasanlagen vergoren. Das Ergebnis ist Methan, welches ins Erdgasnetz eingespeist oder direkt zu Strom verarbeitet wird. Die restlichen, angefallenen Produkte können anschließend als Pflanzennährstoffe aufs Feld gebracht werden. So schließt sich der Kreis und bildet den Nährstoffkreislauf.

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